Gesamtdeutschland von außen

Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt
Und läßt andere kämpfen für seine Sache
Der muß sich vorsehen: denn
Wer den Kampf nicht geteilt hat
Der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal den Kampf vermeidet
Wer den Kampf vermeiden will: denn
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.

Berthold Brecht

Außenpolitik

Gesamtdeutschland hat den angeblich stärksten Geheimdienst und das drittgrößte, angeblich zweitstärkste stehende Heer der Welt. Derartige Organe legt man sich nicht zu, um damit Burgund zu erschrecken und weil sich die Konzerne dann so schön ärgern; dementsprechend hat Gesamtdeutschland vielfältige Interessengebiete auf der ganzen Welt.

Es folgen die wichtigsten Bündnispartner, Gegner und andere wichtigen Staaten für Gesamtdeutschland:

Aztlan

Das Land und die Firma Aztlan haben es in der letzten Zeit immer wieder vermocht, der Welt zu beweisen, daß das Schicksal der anderen Länder - und ich bin der Meinung, auch das Schicksal ihres eigenen Landes - ihnen rundheraus egal ist.
Es ist nicht akzeptabel, daß Aztechnology seine Firmenpolitik auf eine Art und Weise durchzusetzen versucht, die nicht einmal einem Staat zustehen würde.
Es ist nicht akzeptabel, daß in Aztlan selbst die Rechte der Menschen und die natürlichen Lebensgrundlagen mit den Füßen getreten werden.
Es ist nicht akzeptabel, daß dort mit Magie Experimente durchgeführt werden, die jeglicher Moralvorstellung, christlicher oder anderer, widersprechen.
Und es ist nicht akzeptabel, daß die Führung der Firma ,,Aztechnology'' selbst geheime Projekte in allen, ich wiederhole, allen Ländern unterhält, von uns aber erwartet, daß wir keine Hilfsaktionen für unsere Gläubigen in Aztlan selbst durchführen!
-Bruder Benedikt, Leiter Spezialoperationen, Kreuzritterorden, Deutsch-Katholische Kirche

Spätestens, seit Aztechnology aus Gesamtdeutschland ausgeschlossen wurde, sind die Beziehungen mit Aztlan auf dem Tiefpunkt. Aztlan selbst ist das Arbeitsgebiet von vielen deutschen Militärberatern, Geheimagenten und Missionaren, Geheimagenten der Deutsch-Katholischen Kirche. Des weiteren arbeitet Gesamtdeutschland eng mit der Exilregierung der Vereinigten Staaten von Mittelamerika und der Volksrepublik Chiapas in Kiew und der Neuen Republik Mexiko in den CAS zusammen. Bisher kam es noch nicht zu offenen Gefechten; angeblich befinden sich aber Spezialeinheiten des GDAV in Nicaragua. Der große Erfolg der Rebellen in der letzten Offensive gegen die Regierung wird auch Militärberatern des GDGD oder des NKGB zugeschrieben; diese hatten einfach zu durchschauende Ortsnamen (wie Lagos, scheinbar für ein Seengebiet) verwendet und diese vollkommen anderen Orten zugeordnet, so daß die Aztlanischen Truppen bei der Offensive überall waren - nur nicht in den echten Brennpunkten.

>>>>>[Aztlan bezahlt oft und gerne Schattenläufe auf die Deutsch-Katholische und die Römisch-Katholische Kirche. Leider zahlt Aztlan für diese Runs nicht annähernd so viel, wie sie eigentlich müßte. Anfangs hat sie deshalb Läufer aus dem Süden angeheuert und nach Norden geschickt. Das hat dazu geführt, daß die Runner auch im Süden mißtrauisch geworden sind, wenn ein Schmidt sie über die Niederdeutsche Grenze schicken will.
Mittlerweile schlägt sie gerne Runnern aus Amerika das Geschäft ihres Lebens vor, indem sie ihnen vorgaukelt, es müßten Industriespionagedaten aus einer ,,Kirche'' geholt werden. Die Runner bekommen einen großzügigen Vorschuß und werden nach Hannover gebracht.
Wenn sie den Run überlebt haben, stellen sie dann fest, daß sie nur die Ablenkung für einen von Söldnern durchgeführten Angriff waren. Vom Rest des Honorars ist nichts zu spüren, und der Rückflug ist auch weg - was sie bekommen, ist eine lokale Gruppe, die von Aztech bezahlt wird, sie zu geeken.
Einige amerikanische Runner, die hier leben, wurden so importiert. Aztech findet immer neue Läufer dies- und jenseits des Atlantik, die sich von ihnen einspannen lassen - erwartet schließlich nicht, daß Euer Johnson auch Aztech heißt, selbst wenn man nachforscht, versackt man nach sieben Firmen und ist Aztech selbst keinen Zentimeter näher gekommen.]<<<<<
-Grimbart

Balkanstaaten

Bisher sind zwei Kriege und unzählige Konflikte vom Balkan ausgegangen. Dies ist nicht zuletzt begründet in der Durchmischung der Völker und ständigen gegenseitigen Anfeindungen. Fakt ist, der Balkan ist das Nordirland des 21. Jahrhunderts. Fakt ist aber auch, momentan ist es ruhig. Unsere Kasernen sind dort, und das ist auch schon fast alles, was sie tun müssen. Terror, Kriminalität, Schieberei... alles seit Jahren am Zurückgehen. Auch die stetige Kontrolle und Ausweisung von Söldnern, im Volksmund ,,Schattenläufer'' genannt, tut ihr übriges.
Fakt ist allerdings ebenso, daß die Intervention des Westens und Nordens zwar nicht mehr so offensichtlich ist, aber dennoch da. Der Frieden wird gesichert, indem ich unter anderem der kroatischen Polizei die Hölle heiß mache, wenn einem Krajnaserben etwas passiert und auch nur der leiseste Verdacht besteht, daß die Sache ehtnisch bedingt ist. (Und wer hier auch nur einen Monat verbracht hat, der weiß, daß das eigentlich immer der Fall ist.) Andererseits muß ich aber auch wie ein Luchs aufpassen, daß Verbrechen im Kernland genauso gesühnt werden, ansonsten ist die Minderheit schnell als begünstigt verschrien. Daß die Leute nach Kräften versuchen, den Status auszunutzen, muß ich Ihnen nicht sagen.
Des weiteren muß ich auch noch zum Beispiel mit der Albanischen Regierung in Verhandlung treten, damit diese mäßigend auf die albanische Mehrheit im serbischen Kosovo einwirkt. Ein paar Euro hier, eine Straße dort, ein freundlicher Hinweis, daß man ein bestimmtes Verhalten nach den geleisteten Hilfen äußerst begrüßen würde, an anderer Stelle... für solche Argumente sind alle Regierungen da unten empfänglich.
Ansonsten habe ich hier auf dem Balkan fast den gleichen Etat für Politische Bildung wie ganz Gesamtdeutschland. Methoden zu suchen, wie man die Leute dazu bringt, die Vergangenheit passé sein zu lassen und neu anzufangen, müssen für jede Region in jedem Land teilweise neu getestet werden.
Fortschritte gibt es natürlich auch schon. Die größeren Städte haben westliches Niveau, und ohne den Rückhalt, den ich von dort hätte, wäre die ganze Mission ungleich schwieriger. Die Jugend fängt mittlerweile an, an eine friedliche, konföderierte Zukunft zu glauben. Sowohl die Blutrache als auch der Großklanzwang nehmen Gott sei Dank ab, und die weiße Mütze ziehen Kossovarische Väter jetzt nicht zum fünften Kind an, sondern wenn sie ein Kind und ein Haus gebaut haben. (Seitdem die Nicht-Regierungs- Organisationen (NRO oder NGO) reglementiert in der Hilfe sind, die sie leisten dürfen, ist ein Haus zu bauen wieder eine richtige Leistung geworden - und so eine Art Volkssport.)
Ich denke, alles in allem kann man sagen, es gibt Hoffnung auf dem Balkan. Das heißt aber nicht, daß wir uns zurückziehen können.
-Gerhard Wischnewski, Europäischer Beauftragter für den Balkan

In den Balkanstaaten stehen seit dem zweiten Eurokrieg die höchste Konzentration von Kasernen des GDAV und der NSA außerhalb der Mutterlandgebiete. Da die Balkangebiete auch seit der Besetzung wesentlich stabiler und durch den Minsker Plan aufgebaut wurden, gehen die Beziehungen jetzt von gut (Bulgarien, Serbien und Kroatien) bis herzlich (Bosnien-Herzegowina, Albanien und Slowenien).

England

2031 war der große Test für die europäische Solidarität. Trotz aller Differenzen hielt Frankreich zu uns, und die Skandinavische Gemeinschaft und die Vereinigten Niederlande haben sich als gute Freunde erwiesen.
England hat auch seine Seite gewählt und die Niederlande und Niedersachsen besetzt und deutsche Truppen angegriffen, um russische zu stoppen. Bei solchen Verbündeten braucht man keine Feinde mehr.
Trotzdem hat es Europa geschafft, die Krise zu bestehen. Und so lautet meine Botschaft an England:
Sollte jemals noch einmal eine britische Militäreinheit wagen, nördlich der Niederländisch-Flandrischen Südgrenze (der ehemaligen Grenze des Départément Nord) an Land zu gehen, so sollten Sie dafür sorgen, daß wir die weißen Fahnen hoch im Winde wehen sehen. Denn sollten die Fahnen nicht fliegen, kommt von unseren Truppen etwas anderes geflogen! - Ja, Sie können mich damit zitieren. Ja, Sie auch, Herr Botschafter!
-Generalfeldmarschall Adolph Seer 2039

England beäugte ursprünglich mißtrauisch das wiedererstarken Deutschlands, die England auch von seinem Festlandseinflußgebiet in den Vereinigten Niederlanden vertrieben haben. Nachdem man festgestellt hat, daß die englische Vormachtstellung in Europa mitunter eh nichts mehr wert ist, sucht man vorsichtig den Dialog mit Deutschland - worüber die englischen Konzerne allerdings nicht glücklich sind. Nachdem die Beziehungen zu Gesamtdeutschland durch den englischen Einmarsch 2031 und die Bombardierung der militärischen Führung 2033 auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt waren, hat sich das Verhältnis seit dem Regierungswechsel 2041 sehr stark verbessert, vor allem auch durch Englands Vermittlerrolle während der Nizza-Krise 2046. Großbritannien, Frankreich und Gesamtdeutschland bilden eine lockere Zweckgemeinschaft, die davon träumt, nochmal die alte Bedeutung Europas herzustellen.

Frankreich

Ich werde immer gefragt, wie konnte Gesamtdeutschland so undankbar sein, die Sezessino des Département du Nord nicht zu verhindern? Wie konnte es zur Nizza-Krise kommen? Weshalb erinnert man sich nicht an die Hilfe, die Frankreich im ersten Eurokrieg geleistet hat?
Ich will Ihnen darauf antworten.
Frankreichs ,,Hilfe'' bestand erstmal vor allem daraus, daß es Truppen an die Nordgrenze verlegt hat, als die Briten kamen, und die Ostgrenze dicht gemacht hat. Alle Hilfslieferungen, von denen Sie hören, stammen erstens von privaten Nichtregierungsorganisationen; zweitens sind sie im ersten Jahr des Krieges schlicht geschmuggelt.
Als nächstes läßt Frankreich die Legion auf Warschau abspringen. Vorher macht der Verteidigungsminister lieb Kind und erhält von der eh' schon ausgebluteten deutschen Armee auch noch Spezialeinheiten.
Fakt ist, unsere SpeKas haben am Ende klargestellt, daß sie nur auf Zusammenarbeit angewiesen sind, mehr nicht, und wenn Frankreich etwas will, dann soll sie vorher die Anforderung koordinieren - es war ihnen zu bunt geworden, mit minimaler Aufklärung die Drecksarbeit erledigen zu müssen.
Dann wird als erstes die Königsfamilie außer Landes gebracht - als hätten wir nichts anderes zu tun!
Und schließlich und endlich übernimmt die Truppe auch noch, kaum daß die Alliierten Polen gesäubert haben, die Macht und ruft das Königreich Polen aus.
Ich sage Ihnen, Frankreich sollte uns dankbar sein, daß wir diesen Affront einfach auf sich beruhen gelassen haben!
-GFM aD Edmund Scherer bei einer Pressekonferenz des SVB

Die Zeiten der deutsch-französischen Freundschaft auf hoher politischer Ebene sind vorbei. Zwar arbeitet man noch, ebenso wie mit England, wissenschaftlich und politisch zusammen; seit der Gesamtdeutschen Wiedervereinigung und der Machtergreifung der Oligarchie Frankreichs gibt es aber kaum noch großartige Integrationsprojekte. Die Beziehungen erreichten in der Nizza-Krise ihren Tiefpunkt und verbessern sich seither wieder langsam. Man begreift, daß eine starke EU nur gemeinsam zu erreichen ist.
Davon unbeeindruckt ist allerdings der kulturelle Austausch; die Bevölkerung steht sich immer noch herzlich gegenüber. Dies hat dazu geführt, daß sich der politische Gegensatz auch immer mehr entspannt.

Friesland

Die Beziehungen zum Friesland sind gespannt, trotzdem wird dieses Land geduldet.
Friesland ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

Italien

Fein. Wir sollen also die von uns besetzten italienischen Gebiete der italienischen Regierung zurückgeben.
Welcher von den vielen?
-Außenminister Walter Vogel

Durch die Besetzung von Lombardo-Venetien, Piemont und Trient ist Deutschland, vor allem Österreich, gezwungenermaßen in italienische Belange verwickelt. Um dem von Italien ausgehenden Verbrechen Einhalt zu gebieten, arbeitet Gesamtdeutschland jetzt diplomatisch auf eine Wiedervereinigung Italiens und Sizilien hin. Ansonsten sorgen die Familienbande aus dem letzten Jahrhundert dafür, daß die Beziehungen nie richtig zum Erliegen kommen.

Japanisches Reich

Durch seine Nationalistische, Metamenschenfeindliche Politik ist das Japanische Reich ein Dorn im Auge Gesamtdeutschlands. Japan muß zwar die deutsch-japanischen Konsortien dulden, aber die Beziehungen der Regierungen erreichen den Gefrierpunkt. Vor allem zu Renraku hält Gesamtdeutschland aber relativ gute Beziehungen.

Maghrebliga

Nordafrika spielt im Machtschach von Konzernen wie Regierungen eine wichtige Rolle wegen seiner strategischen Lage am Mittelmeer wie auch der natürlichen Ressourcen und der Lage als Tor nach Pacifica. Momentan arbeiten die Staaten mit Gesamtdeutschland vor allem auf dem Gebiet der Bekämpfung religiösen Fundamentalismus zusammen.

Namibia

Ich verstehe Ihre Sorge um das Selbstbestimmungsrecht der Zulu.
Ich bitte Sie aber auch, meine Sorge um das Selbstbestimmungsrecht von Namibia zu verstehen!
-GFM Johannes Liebig, Kommandeur des Afrikakorps

Namibia wandte sich um Hilfe gegen die Elben an Gesamtdeutschland und ist jetzt der wichtigste Bündnispartner der Landes. Gesamtdeutschland baute in Lüderitz eine Polytechnische Universität auf und engagierte sich politisch wie wirtschaftlich im Land. Ein erweiterter Vertrag über Freizügigkeit und eine Währungs- und Sozialunion wurde geschlossen, nach der ohne jegliche Probleme Namibianer in Deutschland leben können und umgekehrt; selbst das Annehmen der Staatsangehörigkeit ist möglich. 10% des GDAV rekrutiert sich aus Namibianern, eine Rate, die von den Mannschaften bis zu den Offizieren durchgängig gehalten wird. Der Namibianer General Johannes Liebig führt den Afrikakorps, d.i. die Armeeverbandstruppen in Afrika, sowie die Fremdenlegion des GDAV in Togo.

Nordamerika: UCAS

Die Beziehungen zur UCAS sind zwiespältig. Die meisten UCAS-Bürger halten Gesamtdeutschland für den größten Stützpunkt der Hölle auf Erden, weil die sich teilweise arrogant gebenden gesamtdeutschen Diplomaten wie auch ein großer Teil der deutschen Bevölkerung die an religiösen Fundamentalismus grenzende pharisäische Prüderie verabscheuungswürdig finden (auf vielen Diplomatenautos in den UCAS klebt am Kofferraum der nicht unbedingt diplomatisch zu nennende Aufkleber I love Fucking in beautiful Austria - per Gerichtsbeschluß ist erwiesen, daß dieser Aufkleber nicht auf den verabscheuungswürdigen Akt, sondern den unglücklicherweise den gleichen Namen tragenden Urlaubsort in Österreich bezieht und deshalb der Fahrer von einer Schadenersatzklage über 1.500.000¥ wegen sexueller Belästigung einer (mittlerweile entlassenen) Botschaftssekretärin freigesprochen wurde). Andere Amerikaner halten Gesamtdeutschland für den Himmel auf Erden - aus genau denselben Gründen.
Viele Amerikaner erkennen in Gesamtdeutschland aber auch den einstigen, verlorenen Glanz ihrer eigentlichen Nation wieder. Nach dem Abzug der amerikanischen Truppen aus Deutschland blieben noch familiäre und persönliche Beziehungen zwischen Gesamtdeutschland und Amerika. Trotzdem hat sich das Ende des Faschismus in Deutschland 1945 vor allem in den ländlichen Gebieten noch nicht rumgesprochen.

Nordamerika: CAS

Ich verstehe Ihre Besorgnis, meine Damen und Herren! Ich kann Ihnen aber sagen, und ich habe die volle Befugnis des Gesamtdeutschen Verteidigungsministers, dies zu tun: Es existieren keine Planungen von Seiten Gesamtdeutschlands, die Präsenz an der CAS-Aztlanischen Grenze zu vermindern! Derartige Gerüchte dienen nur zu Ihrer Verunsicherung!
-Oberst Rainer Klaasen, Kdr KavRgt S27, Carlsbad, CAS

Mit den CAS hat Gesamtdeutschland bessere Beziehungen; neben der Tatsache, daß man hier einen starken Verbündeten gegen Aztlan gefunden hatte, haben sich auch viele gesamtdeutsche Konzerne in den Konföderierten Staaten niedergelassen. Ganz im Gegensatz zu den UCAS hat sich in den CAS nun eine Modeerscheinung durchgesetzt, die Gesamtdeutschland geradezu anhimmelt. In der Jugendsprache setzen sich deutsche Ausdrücke durch, viele Kinder reicher Eltern gehen ein Jahr lang in Gesamtdeutschland (vor allem Österreich) zur Schule, und man bringt reges Interesse für den Deutsche Lebens Weg (im amerikanischen Deutsch war die Grammatik noch nie so perfekt) mit seinen größeren Freiheiten und weniger Tabus entgegen. Viele Universitäten versuchen in zahllosen Dissertationen herauszufinden, wie Gesamtdeutschland zu so einer Großmacht werden konnte - erfolglos, denn den Grund wüßten auch viele Deutsche gerne.

Nordamerika: CFS

Vom CFS läßt man die Finger, um Japan nicht in seine Einflußsphäre zu pfuschen. Trotzdem versucht die CFS, mit Gesamtdeutschland ein Bündnis gegen Tir na Tairngire einzugehen.

Osteuropa (Ungarn, Rumänien, Slowakei)

Osteuropa ist die Drehscheibe für den Handel zwischen Gesamtdeutschland und Westeuropa einerseits und der Neosowjetunion und der islamischen Welt andererseits. Da dies auch eine erhöhte Geheimdienstaktivität mit sich bringt, hat Gesamtdeutschland ein besonderes Interesse an diesen Staaten, die selbst wiederum Interesse an Gesamtdeutscher Präsenz auf dem Balkan haben. Man betrachtet Gesamtdeutschland als Garant und Motor für die Zusammenarbeit in Europa.

Ostseeliga

Die Ostseeliga (Estland, Lettland, Litauen, Preußen, Danzig, wobei Estland und Lettland auch zur Skandinavischen Gemeinschaft gehört) pflegt herzliche Beziehungen zu Gesamtdeutschland. Vor allem in Preußen, wo unter einer aus den Kreuzrittern der Deutsch-Katholischen Kirche und einem demokratisch gewählten Parlament bestehenden Regierung viele Menschen verschiedenster Nationen zusammenarbeiten, gibt es mannigfaltige persönliche, politische und wirtschaftliche Beziehungen.

Pacifica

Der Pressedirektor von Renraku in Gesamtdeutschland, Akira Kusanagi, gibt sich die Ehre, bekanntgeben zu dürfen, daß sich der Konzernrat mit der Regierung Pacificas auf Vermittlung von Gesamtdeutschland geeinigt hat, in dreihundert Kilometer um den Perimeter von Pacifica keinerlei Kampfhandlungen der Wüstenkriege durchzuführen. Dieser Umkreis gilt auch und besonders für Dronen und Geschosse.
-Akira Kusanagi, Pressedirektor von Renraku in Gesamtdeutschland

Die Saharastädte Pacifica I bis VI, die aus einem Flüchtlingsmarsch aus Afrika gegen Europa entstanden, sind ein international kontrolliertes Gebiet, in der 65% des Weltmethanolverbrauches hergestellt wird. Vor allem die VID hat sich dort engagiert, und es war eine GDAV-Einheit des Afrikakorps, die den Marsch gegen die Garantie der Errichtung einer Stadt (dem späteren Pacifica I) zum Stehen gebracht hatte.

Panarabische Allianz

Die ehemalige Allianz für Allah hat sich sehr zum positiven gewandelt.
Gesamtdeutschland verbindet mit diesem Land eine enge diplomatische Freundschaft, die auch über andere Gebiete reicht. Z.B. ergänzen sich die magischen Fakultäten der Universitäten Heidelberg und Bagdad hervorragend.

Föderative Republik von Palästina und Israel

Dieses Land hat es dem österreichischen Politiker Bruno Kreisky nicht vergessen, daß er im letzten Jahrhundert die Aussöhnung zwischen Israel und Palästina möglich gemacht hatte. Vor allem arbeitet man mit Gesamtdeutschland in der Terrorismusbekämpfung zusammen, ebenso wie man die Erfahrungen der Berliner Mauer in die Planung und Überwachung der Jerusalemer Mauer eingesetzt hat, die die von fundamentalistischen Moslems und fanatischen Juden regierte Stadt vom Rest des Landes abschneidet und die beiden verfeindeten Teile trennt.

Polen

Seit den Eurokriegen besteht ein herzliches Verhältnis zwischen der Republik Polen und Gesamtdeutschland. Polen achtet zwar darauf, nicht in das Einflußgebiet Gesamtdeutschlands wie der Neosowjetunion zu kommen, was aber nicht heißt, daß es sich isoliert. Dementsprechend werden die meisten Verträge zwischen GDB und UdNSSR auch im neutralen Polen geschlossen.

Pomorya

Die Beziehungen zu diesem totalitären Elbenstaat sind schlecht mit Tendenz fallend. Das Land wird in einem eigenen Kapitel näher beleuchtet.

Schweiz

Die Beziehungen zur Schweiz sind genau wie die jedes anderen Landes zur Schweiz:
Der Isolationismus nervt, aber man hält den Kontakt zu den Vereinten Nationen und dem Geneva Orbit, das auf der Erde durch die Schweiz vertreten wird.

Skandinavische Gemeinschaft

Mit der SG ist der GDB vor allem durch wirtschaftliche und politische Verflechtungen eng verbunden. Auch auf dem Gebiet des Umweltschutzes - namentlich der Revitalisierung der Ostsee - bestehen enge Kontakte.

Spanien

Spanien ist der engste Verbündete Frankreichs in Europa. Trotzdem versucht die spanische Regierung auch eine gute Beziehung zu Gesamtdeutschland aufzubauen - was nicht immer einfach ist.
Trotzdem wird Spanien von Gesamtdeutschland und Frankreich gleichermaßen als Vermittler in Streitigkeiten geschätzt.

Portugal

Das kleinere Portugal hat seit der Nizza-Krise den Spagat gewagt: Einerseits kann es nicht ohne gute Beziehungen zum großen Spanien leben - andererseits will es aber auch nicht unter Französisch-Spanischen Einfluß geraten. Deshalb nähert sich Portugal sehr an die Vereinigten Niederlande und Gesamtdeutschland an.
Auch Portugal ist ein wichtiger Vermittler in Streitigkeiten zwischen Frankreich und Gesamtdeutschland.

Tschechien

Tschechien ist ein klassischer Wackelkandidat. Einerseits gehen die deutsch-tschechischen Beziehungen weit über wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen hinaus. Auf dem Gebiet der Magie und der naturwissenschaftlichen Forschung ist ein hohes Maß erreicht. A propos Maß: Die tschechischen Städte Pilsen und Budweis stellen auch in Gesamtdeutschland beliebte Biersorten her. Der Grund für diese enge Zusammenarbeit könnte auch an den vielen binationalen Sudetendeutschen in Tschechien liegen, die eine immer engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit ihrem Heimatland in Gesamtdeutschland anmahnen.
Andererseits hat sich Tschechien immer schon wegen seiner politischen Kapriolen zielgerichtet ins Abseits gestellt. So wollte die letzte Regierung beispielsweise die Sudetendeutschen ausweisen; später relativierte sie diese Meinung, man müsse nur einige Hilfen leisten; nach einer Anklage des tschechischen Ministerpräsidenten vor dem internationalen Tribunal in Den Haag dementierte man allerdings, jemals die Ausweisung ernsthaft in Erwägung gezogen zu haben.
Sowohl Gesamtdeutschland als auch die Slowakei und Ungarn konnten sich bisher immer mit Tschechien einigen; trotzdem beobachtet man den Staat sorgfältig.
Eine Wende in der tschechischen Außenpolitik ist vor allem zu spüren, seitdem das Land feststellen mußte, daß es keine gemeinsame Grenze mehr zu seinem engsten Verbündeten Polen mehr hat.

Union der Neo-Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdNSSR, Neosowjetunion)

Die UdNSSR ist ein wichtiges Partnerland Gesamtdeutschlands. Neben dem größten stehenden Heer der Welt bietet die UdNSSR auch noch reichhaltige politische und wirtschaftliche Vorteile für Gesamtdeutschland. Die Beziehungen reichen von der Verbrechensbekämpfung über ein Verteidigungsbündnis (die Miedzychoder Vertragsorganisation, kurz MVO oder Birnbaum-Pakt) bis zu gegenseitiger Wirtschaftshilfe. daß dies auch so bleibt, daran haben außer den beiden beteiligten Ländern auch andere Bruderländer der MVO, wie die Skandinavische Gemeinschaft und Osteuropa, Interesse: Mit seiner Macht ist Gesamtdeutschland ein willkommenes Gegengewicht zu eventuellen Neosowjetischen Hegemonialbestrebungen. Diese Länder sind gleichzeitig die größten internationalen Verfechter der gesamtdeutschen Einheit.
Momentan kommt Gesamtdeutschland auch eine wichtige Rolle in der Entspannung und Normalisierung der Beziehungen zwischen Osteuropa und der UdNSSR zu; die osteuropäischen Länder beäugen seit den Eurokriegen die UdNSSR mißtrauisch. Aber auch hier tritt langsam eine Normalisierung ein.

Vereinigte Niederlande

Die Eurokriege haben Gesamtdeutschland und die Vereinigten Niederlande eng zusammenwachsen lassen. Man respektiert sich; einerseits kommen die überwiegende Mehrzahl der Nahrungsmittel für die 12-13.000.000 Einwohner des Ruhrplex aus Holland, andererseits vergessen die Vereinigten Niederlande nicht die Unterstützung durch Gesamtdeutschland, als sich das Département du Nord von Frankreich abspaltete und zu den Vereinigten Niederlanden kam. Die Vereinigten Niederlanden sind jetzt der engste Bündnispartner Gesamtdeutschlands in der Europäischen Union.
Seit dem Ende der Eurokriege stehen einige Divisionen des GDAV in den Vereinigten Niederlanden, um die niederländische Landmacht im Falle einer Invasion zu unterstützen. Die Niederländische Armee ist eng in die MVO eingebunden.


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© 1995, 1997, 2002 Ralf Hagen <aranea-diademata@gmx.de>
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Last modified: Tue Mar 11 16:48:12 Westeuropäische Normalzeit 2003